Aktionsvortrag von Rena und Vladan Jeremic (Novi Sad)
Sendi ist eine Sorte Apparat und eine damit verbundene (sogenannte künstlerische) Praxis (Sendipraxis), die Konsens und Konventionen im Bezug auf "Neue Selbstverständlichkeiten" wie zum Beispiel Handys nicht als Grundlage für soziale Kommunikation akzepiert und dagegen eine Outpraxis vorschlägt, die die Serviceleistung auf Null reduziert.
Sendi ist ein Quasi-Apparat, mit dem die AkteurInnen sich den Wunsch erfüllen wollen, unerwartete Signale zu empfangen und zu senden. Im Akt des Sendens und Empfangens objektiv jedoch nicht vorhandener Signale spiegelt sich die Utopie, die in Kommunikationstechnologien steckt. Doch in der Deplatziertheit der Handlung, im autistischen Ignorieren des Referenzsystems, liegt zugleich die letzte Freiheit des Handelns als auch das Zerbrechen der Utopie.
Rena Rädle-Jeremic, geboren 1970 in BRD, Studium der Visuellen Kommunikation in Kassel, Ausstellungen und Festivalbeteiligungen seit 1998, u.a. Interfiction X, Kassel 2003, Transmediale, Berlin 2002, DAAD Stipendiatin 2003 in Belgrad, lebt in Belgrad und Novi Sad.
Vladan Jeremic, geboren 1975 in Belgrad, Studium der Angewandten Kunst in Belgrad, Postgraduatestudium Digitale Kunst an der Universität Belgrad
Ausstellungen und Festivalbeteiligungen seit 2000, u. a. Interfiction X, Kassel 2003, 5. International Biennial of Young Artists, Vrsac 2002.
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